Auf der Bahnseite soll es jedenfalls so sein. Am 30. Juni des Jahres erhielten zwei Besucher eines Anwohners eine Verwarnung mit Verwarnungsgeld. Sollte der Magistrat auf einem Parkverbot gemäß der angeführten Gesetze bestehen, wird sich die Parkplatzsituation in der Erzbergerstraße jedenfalls akut verschlechtern. Gibt es mehr als diese zwei Betroffenen?


Sie parkten auf einer Grünanlage

Der Tatort lag gegenüber dem weit gefassten Bereich der Hausnummern 27 bis 37. Der Vorwurf: Sie parkten verbotswidrig auf einer Grünanlage. § 2 Abs. 1, § 49 StVO; § 24 StVG. Auf den Einwand, dass keinerlei Kennzeichnung hinsichtlich eines Parkverbotes angebracht sei und Anwohner und Besucher seit Jahr und Tag dort parkten, kam ein lapidares: „Ihre Einwendungen habe ich überprüft. Sie entkräften den Vorwurf nicht.“ Das Ordnungsamt bestätigte auf Nachfrage die Rechtskräftigkeit.

Die linke Seite soll frei bleiben
  Zwischen den Kastanienbäumen herrscht angeblich Parkverbot. Bild: Bürgerverein Griesheim

Wurde eine neue Geldquelle gesucht?

Könnte es sein, dass

  • an diesem Tag das Soll an Strafzetteln noch nicht erreicht war?
  • irgendjemand übereifrig und zufällig in der Gegend war?
  • der verantwortliche Dezernent eine neue Geldquelle gesucht und gefunden hat?

Nun, das ist bewusst übertriebene Spekulation. Der Bürgerverein hakt jedenfalls nach. Schließlich hat es einen Hauch von Willkür, wenn nach Jahrzehnten geduldetem Parken, plötzlich die Liebe zur Natur wiederentdeckt wird. Auch, wenn auf diesen zugeparkten Grünflächen nur Unkraut, Verzeihung, Wildkräuter wachsen.

Hat es Sie auch erwischt? Zahlen Sie nur unter Vorbehalt!

Falls auch bei Ihnen oder Ihren Besuchern Schreiben der Stadtverwaltung mit der Bitte um 30 Euro ins Haus geflattert kamen, lassen Sie uns das wissen. Zahlen Sie auf jeden Fall nur unter Vorbehalt. Falls die "Rechtslage" gekippt wird, haben Sie eventuell die Chance Ihr Geld zurück zu bekommen.

Notiz:

Teilen Sie uns über das Kontaktformular mit, wenn auch Sie oder Ihre Besucher "verwarnt" wurden!